• Simone Jacob

JUCHHUUU! SCHMUDDELWETTER-ENTSCHLEUNIGEN IST ANGESAGT




Warum ist das Wetter eigentlich nie richtig?  Besonders wenn es draußen kalt wird, schimpfen viele Menschen über das Wetter. Meist fangen die Klagen mit dem Wörtchen „zu“ an: Zu kalt, zu matschig, zu naß, zu windig, zu grau, zu ungemütlich.

Dabei finde ich es umso gemütlicher, je ungemütlicher es draußen wird. Wie verrückt freue ich mich jedes Jahr auf die ersten Sturmböen, die fallenden Blätter, den Regen und die Kälte. Endlich Couch-Potato-Time. Entschleunigen ist angesagt!

Für mich beginnt dann eine Zeit in der ich ohne schlechtes Gewissen faul sein darf. Ich muss keine Ausreden erfinden, weshalb ich unmöglich Rasen mähen, Beete harken, joggen, wandern, shoppen, in den Biergarten oder spazieren gehen kann. Das Wetter erlaubt es einfach nicht. Basta! Es zwingt mich geradezu im Haus zu bleiben. Wie herrlich ist das denn?! Nicht dass

den Sommer nicht mag. Ich liebe ihn, aber nach ein paar Monaten reicht es dann auch! Das ganze draußen Herumtollen ist alles nett, aber so einen ganzen Sommer lang. auch ziemlich anstrengend,

Bei schlechtem Wetter, KANN ich dagegen NICHTS tun, selbst wenn ich wollte, was ich aber klammheimlich gar nicht will…..aber das muss ich ja niemandem auf die Nase binden….Nein, das Wetter ist schuld, wenn ich das Haus hüten muss. Die Couch lacht mich an, der Teekessel pfeift, die dicken Socken warten und das Buch, das ich schon lange lesen wollte, ruht in meiner Hand. Vielleicht nasche ich noch ein paar Plätzchen dazu, denn selbst die Bikinifigur ist jetzt im Winterschlaf. Welch’ genüßliche Zeit.

Wenn ich irgendwann genug von der Couch habe, wird mein Haus zum Abenteuer-Spielplatz. Ich miste gemütlich meine Kleiderschränke aus, sortiere meine Ordner, schmeiße jeden überflüssigen Krimskram weg damit der Raum um mich herum wieder atmen kann. Alte Bücher, Papiere- und Zeitschriftenberge, abgelaufene Lebensmittel alles weg, was ich nicht mehr brauche. Draußen stürmt es und drinnen mache ich mich ganz leicht.


Wenn ich dann nach meiner Leichtmach-Aktion noch genügend Restenergie habe, streiche ich vielleicht sogar den einen oder anderen Raum in einer schönen Farbe. Meine Wohnzimmerwand hat auf diese Weise einen petrolfarbenen Anstrich bekommen. Das alles hat zur Folge, dass es mir dann noch besser auf der Couch gefällt. Und wenn es mir doch mal fad wird, auf der Couch, dann packe ich mich einfach in die „richtigen Klamotten“ ein und raus geht’s in das „nie richtige Wetter“. Denn wie heißt es so schön:


Es gibt kein falsches Wetter, nur die falschen Klamotten!


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