• Simone Jacob

ALLES WAS DU SCHON IMMER ÜBER KASCHMIR WISSEN WOLLTEST…

Dieser Beitrag wird unterstützt von Peter Hahn




Mittlerweile dürften es alle mitbekommen haben…ich bin ein „Kaschmir-Addict“. Das edle Unterhaar der Ziegen – das DUVET, gehört zu den feinsten Wollen der Welt Und ja, ich liebe dieses kuschelige, leichte und dennoch warme Edel-Material in jeder Form, als Poncho, Pulli, Hose, Schal etc. Ich trage es zu jeder Jahreszeit, denn es hat stark klimatisierende Eigenschaften, aber vor allem macht mich Kaschmir glücklich! Es sind Streicheleinheiten, die ich am Körper trage.



Die Kaschmir-Queen zu Besuch in meiner Galerie

Da mich Kaschmir durch und durch fasziniert, möchte ich schon seit langem mehr über das edle Haar der Ziegen erfahren. Durch meine Zusammenarbeit mit dem Luxuskatalog Peter Hahn, der sich seit Jahren der Herstellung hochwertigster Kaschmir-Produkte verschrieben hat, sitze ich natürlich an der Info-Quelle.

Es lag daher nahe, Heike Hillebrecht, DIE KASCHMIR-QUEEN, in mein Atelier nach Palma einzuladen.

Heike Hillebrecht bei ihren Kaschmir-Ziegen in der Inneren Mongolei / Nord-West-China

Die quirlige Power-Frau mit den strahlend-blauen Augen ist Einkaufsleiterin bei Peter Hahn und beschäftigt sich seit über 20 Jahren aus Leidenschaft mit dem edlen Ziegenhaar und den Produkten, die man daraus zaubern kann. Da Heike auch sehr kunstinteressiert ist, ließ sie sich sofort auf ein „Blind Date“ in meiner Galerie in Palma ein. Mit dabei hatte sie ihre sympathische Assistentin Claudia Vollmer und zu meiner großen Freude, einen riesigen Koffer voller wunderschöner Kaschmir-Mode von Peter Hahn. Ich durfte alles anprobieren und schnell entstand daraus ein Foto-Shooting.



Fotograf Roman Kuhn hatte den nicht ganz einfachen Auftrag, zwei leidenschaftliche und wortgewaltige Frauen – Heike beim Kaschmir, ich beim Stein – fotografisch zu begleiten.

Extreme Hitze und Kälte – die Zutaten für den wertvollsten Kaschmir der Welt

Mehrmals im Jahr reist Heike nach Nordwest-China in die Innere Mongolei zu ihren geliebten weißen Kaschmir-Ziegen. Etwa 50% der 80 Millionen Kaschmir-Ziegen tummeln sich in der kargen Steppen-Landschaft. Von hier kommt das hochwertigste Kaschmir.

Der Grund: Im Sommer ist es extrem heiß, gerne mal über 40 Grad, im Winter extrem kalt. Minus 40 Grad sind keine Seltenheit. An diese großen Temperaturunterschiede, haben sich die Vierbeiner mit einem sehr feinen, weichen und isolierenden Unterhaar perfekt angepasst. Aus diesem Flaum (Duvet) der weißen Ziegen entstehen die edelsten Kaschmir Produkte.


Kaschmir-Ernte – Zwei Ziegen stecken in einem Pulli

Das wertvolle Unterhaar der Ziegen, wird jedes Jahr ab Ende April „geerntet“, d.h. von Hand vorsichtig ausgekämmt. Pro Tier gewinnt ein Hirte etwa 600 Gramm Kaschmir. Um dem höchsten Qualitätsstandard zu genügen, müssen die Haare extrem fein, lang, gekraust und hell sein. Im Durchmesser dürfen sie nicht mehr als 14.5 bis 15.5 Micron haben. Das ist die Maßeinheit, in der die Feinheit der Haare gemessen wird.

Für die Kaschmir-Mode von Peter Hahn wird nur die allerbeste Qualität verwendet. Sie nennt sie Premium Cashmere. Übrigens, nur wo 100% Kaschmir drin ist, darf das auch auf dem Etikett stehen.


Kaschmir-Strickjacke von INCLUDE, Kaschmir-Overall von PETER HAHN, Kaschmir-Schal von  PETER HAHN Für einen einzigen Kaschmirpullover, braucht es die Unterwolle von zwei!!! Ziegen Ein Bauer schafft am Tag nur an die 8-10 Ziegen. Die Gewinnung des Luxushaars ist eben zeitaufwändig und harte Arbeit.

Viele Bauern gehen in der Zwischenzeit zum Scheren über, schonender für die Tiere und schneller geht es auch

Heike ist ganz vernarrt in die Ziegen. Kein Wunder, der Kuschelfaktor ist nicht nur beim Endprodukt extrem hoch. 


Von der Ziege zum fertigen edlen Kuschelprodukt


Die sogenannte Kaschmir-Ernte ist aber nur der Anfang. Bis zum fertigen edlen Peter-Hahn-Kuschelprodukt ist es noch ein weiter Weg.

Nach der „Ernte“ begleitet und kontrolliert Heike den gesamten Herstellungs-Prozess in den chinesischen Produktionsstätten. Sie testet die neuen Farben und den Schnitt der einzelnen Modelle solange, bis alles perfekt ist. Heikes Motto ist: Unbedingte Liebe zum Detail – beim Produkt gibt es keine Kompromisse!

Das fertige Kaschmirprodukt hat viele wundervolle Eigenschaften. Es ist extrem kuschelig, weich, leicht, dennoch wärmeisolierend, kann bis zu 30% Feuchtigkeit aufnehmen ohne feucht zu wirken, ist klimatisierend und schlechte Gerüche halten sich nicht lange in dem edlen Gewebe.


Pullover von CASHMERE-VICTIM


Was hilft gegen Pilling – Qualität

Kaschmir hat jedoch auch eine nervige Eigenschaft: Das Pilling! Jeder kennt die kleinen Knötchen, die sich speziell an den Stellen mit mehr Reibung bilden.

Generell kann man Pilling nicht umgehen, aber bei hochwertigem Kaschmir kommt es weniger vor, als bei Billig-Kaschmir. Es gilt, je länger das Haar , je fester das Garn verzwirnt ist, umso geringer die Gefahr des Pilling. Die Edel-Fasern sind zwei Stunden lang in sogenannten Pilling-Boxen heftigen 7.200 Umdrehungen ausgeliefert. Da sich Pilling aber nie ganz vermeiden lässt, gibt es spezielle Kaschmirkämme, mit denen man sie mühelos vom Pullover abkämmen kann.


Am Ende können nur noch Motten dem Cashmere den Garaus machen.

Hier Heikes Insider-Tipp gegen Motten: Den Kleiderschrank mit Zeitungspapier auslegen. Motten hassen Druckerschwärze… ;-). !!!

Kaschmir-Poncho von LAURA BIAGIOTTI DONNA.

Cashmere-Mania trifft auf Bildhauer-Mania

Nachdem ich Heike ein Cashmere-Loch in den Bauch gefragt habe, drehte sie den Spieß einfach um und möchte alles über meine Stein-Bildhauerei erfahren.

Für viele ist Stein einfach nur Stein, tatsächlich aber gibt es große Unterschiede in der Festigkeit und damit auch in der Bearbeitung. Marmor ist z.B. sehr hart und feinporig. Er fordert viel Kraft und braucht mehr Zeit in der Bearbeitung als beispielsweise Sandstein. Marmor muss ich mit anderen Meißeln bearbeiten als Sandstein. Die Schneide eines Sandstein-Eisens würde am Marmor einfach abbrechen.

Mit Marmor kann man sehr filigrane, detailreiche Figuren heraus arbeiten. Sandstein ist großkörniger und lässt sich nicht so fein abtragen. Außerdem kann ich Marmor glänzend polieren, Sandstein nicht. Insofern wird eine fertige Sandstein-Skulptur immer eine andere Ausstrahlung haben, als eine leuchtende Marmorskulptur.


Heikes Leben dreht sich um Kaschmir, meines um Stein.

Weich contra hart.

Trotzdem konnten wir eine Gemeinsamkeit feststellen. Das schönste und befriedigendste Ergebnis erzielt man nur, wenn man sich für die Materie begeistert, sie in der Tiefe erforscht und mit diesem Wissen daran arbeitet. Nur so bekommt man das Beste aus einem Stein und am Ende das edelste Kaschmir-Produkt aus Ziegenhaar.

Ponchos in allen Farben von PETER HAHN

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